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#1 - #2 - #3 - #4 - #5

Jugendbeteiligung an der Zukunftsdebatte

1.) Andeutung in der Erklärung von Laeken
2.) Zielvorgabe in der Eröffnungsrede zum Konvent
3.) Der Jugendkonvent
4.) Weitere Jugendprojekte
5.) Der "Europakonvent junger Bürgerinnen und Bürger"


1.) Andeutung in der Erklärung von Laeken

Am 15. Dezember 2001 berief der Europäische Rat beim Gipfel im belgischen Laeken den Europäischen Konvent ein "dem die Hauptakteure der Debatte über die Zukunft der Union angehören. Im Lichte der vorstehenden Ausführungen fällt diesem Konvent die Aufgabe zu, die wesentlichen Fragen zu prüfen, welche die künftige Entwicklung der Union aufwirft, und sich um verschiedene mögliche Antworten zu bemühen."

In dieser Erklärung erwähnt der Rat bei seiner Aufgabenstellung an den Konvent auch schon die Jugend: "Wie können dem Bürger, vor allem der Jugend, das europäische Projekt und die europäischen Organe näher gebracht werden? Wie sind das politische Leben und der europäische politische Raum in einer erweiterten Union zu strukturieren? Wie kann die Union zu einem Stabilitätsfaktor und zu einem Vorbild in der neuen multipolaren Welt werden?"

Die Erklärung von Laeken als >> PDF-Download


2.) Zielvorgabe in der Eröffnungsrede zum Konvent

Der Präsident des Europäischen Konvents, Valery Giscard d'Estaign, sagte am 26. Februar 2002 in seiner Eröffnungsrede: "Ja, wir dürfen träumen und den Traum von Europa vermitteln! Wir müssen unsere Arbeit ohne vorgefasste Meinung beginnen und unsere Vision des neuen Europas dadurch herausbilden, dass wir allen unseren Partnern, aber auch denjenigen, die sich durch nichts anderes ausweisen als durch ihre Zugehörigkeit zu Europa, kontinuierlich aufmerksam zuhören. Dabei müssen wir den jungen Menschen vorrangig Gehör schenken - wobei ich es begrüßen würde, wenn wir einen "Konvent der Jugend Europas" organisieren könnten, der nach dem Muster unseres Konvents tagt [...] "

Die Eröffnungsrede als >> PDF-Download


3.) Der Jugendkonvent

Vom 9. bis 12. Juli 2002 tagte in Brüssel der "Europäische Jugendkonvent". Die 210 Teilnehmer wurden von den 105 Mitgliedern des Konvents und deren 105 Stellvertretern ausgewählt und vorgeschlagen.

In drei Arbeitsgruppen zu den Themen "Missions and Visions for the European Union", "Democracy and Participation in the EU", sowie "Europe in the globalised world" wurde das Gesamtergebnis vorbereitet.

Als problematisch erwies sich nach Ansicht vieler Teilnehmer und Beobachter der angesichts von 210 Teilnehmern äußerst knapp gesteckte Zeitrahmen. Kritisiert wurde aber auch der hohe Anteil parteipolitisch oder anderweitig organisierter Vertreter der Jugend, die über ihre Verbände Kandidaturen aufeinander abstimmten und später über Stimmführer ganze Stimmblöcke bewegten, so dass bei den Nichtorganisierten der Eindruck von Bedeutungslosigkeit entstand. Schon während der Veranstaltung sorgte dies für einigen Unmut, der dann von eher europaskeptischen Jugendvertretern kanalisiert wurde.

Alles in allem bedeutet es ohne jeden Zweifel einen großen Fortschritt, dass in den entscheidenden Überlegungen zur Zukunft der EU die junge Generation einbezogen und gehört wurde.

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>> Bericht 1

>> Bericht 2

>> Ergebnispapier (PDF-Download)


4.) Andere Projekte

Kurz nach dem Jugendkonvent wurde von der dänischen EU-Präsidentschaft in Dänemark das Projekt YOUTH2002 realisert. Daran nahmen rund 1000 Jugendliche aus 33 Ländern teil. Sie arbeiteten über zwei Wochen in 13 Gruppen. Am Ende wurden die Ergebnisse zu einer Verfassung zusammengefasst.
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Nach eigener, wohl nicht ganz unberechtigter Auffassung, bieten die Jungen Europäischen Föderalisten "die umfassenste Internet-Resource neben den offiziellen Konventsseiten" an. Dort werden in der Rubrik "Up to the minute" kontinuierlich interessante Beiträge zum Verfassungsdiskurs zusammengetragen. Außerdem erscheint dort alle zwei Wochen ein Newsletter, das "Convention Bulletin", das regelmässig und in übersichtlicher Form über die Arbeit des Konvents informiert.
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Auch andere Organisationen haben Projekte realisiert. Als Beispiel sei hier "UniDebate" genannt, eine Kooperation von AEGEE, ESIB, ESN und JADE. Insgesamt wurden hier über 50 Diskussionsveranstaltungen und Debatten geführt - unter anderem sogar in Tiblis, Georgien. Die Abschlussveranstaltung fand im Dezember 2002 in Brüssel statt.
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Mit 1000 Teilnehmern von 20 verschiedenen europäischen Universitäten aus ganz Europa realisierte die "Sciences Po" im Januar 2003 in Paris einen "Studentenkonvent". Dort stellte man sich unter anderem selbst die interessante Aufgabe, für die zwanzig kompliziertesten Begriffe der EU Wörter zu finden, die in den verschiedenen Sprachen der Union leichter zu verwenden und gängiger sind.
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An eine jüngere Zielgruppe als die vorher genannten Projekte richtet sich das Projekt "Spring Day in Europe", das von einigen Mitgliedern des Konvents initiiert und dann in Kooperation mit der Europäischen Kommission und den Bildungsministerien umgesetzt wurde. Hier war es das Ziel, in der EU und in allen mit ihr assoziierten Staaten an möglichst vielen Schulen Projekte, Diskussionen oder Veranstaltungen zum Thema Europa anzustoßen und zu unterstützen.
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In Deutschland verabschiedeten die Jugendorganisationen der Bundestagsparteien gemeinsam mit den jungen Europäischen Föderalisten den "Berliner Appell für ein Föderales Europa." Dieser trägt die Überschrift: "Den Konvent zum Geburtsort einer Europäischen Demokratie machen."
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Eine umfassendere Liste von Projekten finden Sie unter "Jugendprojekte"


5.) Der "Europakonvent junger Bürgerinnen und Bürger"

Der Europakonvent junger Bürgerinnen und Bürger versteht sich als ein Forum für an Europa interessierte junge Europäer. Die Teilnehmer wurden ausschließlich anhand individueller Bewerbungsschreiben ausgewählt. Die Veranstaltung erhebt daher keinerlei Anspruch auf Repräsentativität.

Über die Ergebnisse anderer Projekte informieren wir im Vorfeld und zu Beginn der Veranstaltung, um Anregungen und Denkanstöße zu geben. Im weiteren Verlauf wird das Organisationsteam dann ermutigen und Hilfestellungen geben, sich aber nach Wahl der Vorsitzenden der Arbeitsgruppen und später des Präsidiums immer mehr zurückziehen und inhaltliche Einflussnahmen vermeiden.

Zur Klärung von Fragen und zur Gewinnung möglichst guter Einblicke in die Sachzusammenhänge aber auch in politische, rechtliche und taktische Überlegungen bemühen wir uns, den Arbeitsgruppen im Rahmen einer Anhörung kompetente Gesprächspartner einzuladen.

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sollen ideale Bedingungen für eine intensive und produktive Auseinandersetzung mit der Zukunft Europas geboten werden. Im Rahmen überschaubarer Arbeitsgruppen soll jede und jeder zunächst eigene Gedanken einbringen können, bevor in einer durch demokratisch gewählte Vertreter vorstrukturierten und geleiteten Plenardebatte ein Ergebnispapier gewonnen wird.

Zum Abschluss wird das Endergebnis Gegenstand einer öffentlichen Diskussion mit Vertretern des Konvents und anderen Europapolitikern sein.

 

Letzte Aktualisierung: 24.05.2005
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