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Montag, 7. April 2003

Input für die "Käseglocke der politischen Elite"

Interview mit dem stellvertretenden Mitglied im EU-Konvent Peter Altmaier über den Europakonvent junger Bürgerinnen und Bürger

Doku-Team: Welchen Beitrag kann der Europakonvent junger Bürgerinnen und Bürger und ähnliche Veranstaltungen zum Aufbau eines europäischen Hauses leisten?

Altmaier: Ich glaube der Konvent kann zwei große Funktion erfüllen. Die eine ist, den jungen Leuten Europa näher zu bringen. Wir müssen in dieser vom Irak-Krieg und wirtschaftlichen Schwäche gekennzeichneten Zeit klarmachen, was Europa ausmacht und welche Chancen in der EU liegen, um die Zukunftsprobleme zu lösen. Aber es ist auch wichtig, dass die jungen Leute, die sich auf dieser und vergleichbaren Veranstaltungen treffen und diskutieren, ihre Vorstellungen auch den Berufseuropäern näher bringen. Das heißt, den Mitgliedern im Konvent und den nationalen Europaausschüssen. Wir müssen schließlich umsetzen, was die Bürgerinnen und Bürger von uns erwarten.

Doku-Team: Welche Rolle können die Ergebnisse dieser Veranstaltung im realen Konvent spielen?

Altmaier: Ich glaube man muss optimistisch und ambitioniert zugleich sein. Es ist so, dass die Konventsmitglieder mit vielen zehntausend Stellungnahmen überschüttet werden. Insofern ist der Beitrag dieses Konvents ein Beitrag wie viele andere auch. Sie dürfen nicht erwarten, dass wir auf Punkt und Komma alles umsetzen werden. Aber es entwickelt sich aus den vielen Stellungnahmen die wir bekommen ein Mainstream, der sich von dem unterscheiden kann, was in der Käseglocke der politischen Elite gedacht und diskutiert wird. Das ist der eigentliche Wert dieser Veranstaltung. Ich werde es nicht nur durchlesen, sondern mir auch überlegen, was davon in meine persönliche Arbeit als Konventsmitglied einfließen wird.

Doku-Team: Können Sie sich für die Zukunft ein EU-Jugendparlament mit wirklichem Mitentscheidungsrecht vorstellen?

Altmaier: Wenn es ein solches Parlament gäbe, würden schnell Stimmen für ein Parlament der Arbeitslosen, Senioren oder des Mittelstandes laut werden.
Unsere bereits bestehenden Institutionen repräsentieren alle Bevölkerungsschichten.

Interview von Christina Heldwein

Letzte Aktualisierung: 24.05.2005
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