Erkundungen
im europäischen
Haus
2003 - 2004

 

  Sam Schatteman   Renate Schmidt  
  Herbert Mandelartz   Stefan Rappenglück  

 

"Wichtig war uns, dass die Jugendlichen in eigener Verantwortung aktiv geworden sind."

Stefan Rappenglück
Leiter der Forschungsgruppe Jugend und Europa am Centrum für angewandte Politikforschung

   

Der europäische Integrationsprozess ist durch die gegenwärtige Debatte über die europäische Verfassung und die bevorstehende Erweiterung spannend wie niemals zuvor - und dennoch: die spärliche Resonanz der Bürgerinnen und Bürger gegenüber dem Europäischen Konvent signalisiert ein nach wie vor hohes Desinteresse an europäischer Politik und mangelnde Identifikation mit der Europäische Union.

Die EU kann erst dann wirklich eine bürgernahe politische Union sein, wenn die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit der Gemeinschaft gelingt. Eine stärkere Verankerung der Union setzt allerdings voraus, dass die Bevölkerung wirkungsvoller als bisher in europäische Politikgestaltung einbezogen wird und mitplanen kann.

Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren sind für die europäische Einigung von besonderer Bedeutung, Sie sind es, die im Europa von morgen leben und es gestalten werden. Einstellungsuntersuchungen zeigen jedoch eine große Skepsis Jugendlicher der EU gegenüber. Um Jugendliche an Europa heranzuführen reicht es nicht, mehr Informationen zur Verfügung zu stellen, vielmehr müssen Möglichkeiten der aktiven Beteiligung geschaffen werden.

Die Forschungsgruppe Jugend und Europa (FGJE) am Centrum für angewandte Politikwissenschaft versteht sich als wissenschaftliches Beratungszentrum für die europabezogene Jugend- und Bildungsarbeit. Neben der wissenschaftlichen Analyse europäischer Politik und ihrer Folgen für die Jugend und der Entwicklung jugendspezifischer Informationsmaterialien bemühen wir uns um die Förderung der Partizipation Jugendlicher an der europäischen Politikgestaltung. Für wesentlich halten wir in diesem Zusammenhang den möglichst intensiven Dialogs zwischen jungen Europäern und politischen Entscheidern.

Dieses Ziel verfolgte auch das Modellprojekt "Europakonvent junger Bürgerinnen und Bürger". Wichtig war der FGJE, dass die Teilnehmenden in eigener Verantwortung aktiv geworden sind und ihre eigenen Vorstellungen für die zukünftige Gestaltung der EU einer breiten Öffentlichkeit vorstellen konnten. Unterstützt wurden sie von erfahrenen Juniorteamerinnen und Juniorteamern der FGJE, einen Pool von hochengagierten jungen Menschen, die ihrerseits Europa bundes- und europaweit vermitteln und moderieren.

Mein Dank gilt Frau Renate Schmidt, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für die Übernahme der Schirmherrschaft und der Ermöglichung des Projektes durch ihr Ministerium.

Die Räumlichkeiten des Presse- und Besucherzentrums am Reichstagufer boten für uns ideale Voraussetzungen. In diesem Zusammenhang danke ich Herrn Dr. Mandelartz, dem stellvertretenden Chef des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung für die großzügige Kooperation, sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seines Hauses für ihre engagierte Unterstützung.

Schließlich möchte ich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern danken, die vier Tage engagiert über die zukünftige Gestalt der Europäischen Union diskutierten und so allen Beteiligten vor Augen führten, welchen Reiz Europa nach wie vor bedeutet.

Mit all dem ist auch der Wunsch verbunden, dass Möglichkeiten für die politische Mitgestaltung durch Jugendliche in der Europäischen Union weiter gefördert und ausgebaut werden.

 

 

 

Letzte Aktualisierung: 24.05.2005
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