Erkundungen
im europäischen
Haus
2003 - 2004

 

  Sam Schatteman   Renate Schmidt  
  Herbert Mandelartz   Stefan Rappenglück  

 

"Mein Dank gilt allen Beteiligten für diese gelungene Veranstaltung."

Renate Schmidt
Bundesministerin für Familie, Frauen, Senioren und Jugend, Schirmherrin des "Europakonvent junger Bürgerinnen und Bürger"

   

Der EU-Verfassungsentwurf des Konvents vom Juli 2003 will die politische Integration Europas und die Identifikation seiner Bürgerinnen und Bürger mit der Europäischen Union stärken. Er ist ein Meilenstein im nunmehr fünfzig Jahre währenden Bemühen, das Zusammenleben der Völker auf unserem Kontinent zum Wohle der hier lebenden Menschen zu gestalten. Im Zuge dieses europäischen Aufbaus ist es weitgehend gelungen, nationale Gegensätze zu überwinden, nicht zuletzt dadurch, dass die Gemeinschaft maßgeblich zu politischer Stabilität und Wohlstand in den Mitgliedsstaaten beiträgt.

Trotzdem sind die europäischen Institutionen vielen Menschen noch fremd. Das politische Europa gilt vielen als komplizierter, undurchsichtiger bürokratischer Apparat. Doch gleichzeitig wird das Leben und Arbeiten in den einzelnen Staaten in immer stärkerem Maße durch europäische Regelungen beeinflusst. Hier bedarf es noch großer Anstrengungen, ein stärkeres europäisches Bewußtsein zu entwickeln und europäische Prozesse nachvollziehbar und bürgernah zu machen.

Der Beitritt von zehn weiteren europäischen Staaten zur Union am 1. Mai 2004 stellt eine große Herausforderung für die Gemeinschaft dar. Die Vertiefung der europäischen Einigung ist daher eine wichtige Voraussetzung für die Erweiterung der EU. Hinsichtlich des Erweiterungsprozesses wird es darauf ankommen, ob es mittels einer europäischen Verfassung gelingt, Entscheidungsmechanismen effizienter zu gestalten. Das zukünftige politische und wirtschaftliche Gewicht Europas hängt vor allem davon ab, ob es der Gemeinschaft glückt, in der Weltpolitik geschlossen aufzutreten.

Die Zukunftsfähigkeit der Union der 25 braucht die breite Akzeptanz gerade der jungen Bürger und Bürgerinnen. Das Gefühl, einer Gemeinschaft anzugehören, lässt sich nicht abstrakt vermitteln, sondern muss konkret erfahren werden. Daher ist es wichtig, die Jugend Europas zu ermuntern und zu befähigen, an der europäischen Integration mitzuwirken. Auf europäischer Ebene stehen die Förderung der Partizipation der Jugendlichen im öffentlichen Leben und ihre Information ganz oben auf der Tagesordnung. Partizipation ist auch eine der wichtigsten Forderungen der Jugendlichen selbst an die politischen Entscheidungsträger. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat daher den "Europakonvent junger Bürgerinnen und Bürger" gerne unterstützt, um die Partizipation junger Menschen ein Stück voranzubringen.

Die Veranstaltung des Centrums für angewandte Politikforschung hat diesbezüglich ein bemerkenswertes politisches Signal gesetzt. Drei Tage lang setzten sich rund 100 junge Menschen aus 19 europäischen Staaten mit den Konturen einer zukünftigen europäischen Verfassung auseinander und tauschten Wünsche, Hoffnungen und Vorstellungen über das künftige Profil der Gemeinschaft aus. Die verabschiedete Stellungnahme dokumentiert die große Ernsthaftigkeit und die hohe Sachkenntnis, mit der sich die beteiligten jungen Europäer und Europäerinnen dieser Aufgabe widmeten. Die Veranstaltung hat das Engagement junger Menschen für das europäische Projekt eindrucksvoll bestätigt. Die Politik muss den Rahmen schaffen, dieses Engagement durch geeignete Beteiligungsmöglichkeiten und Informationen zu unterstützten.

Mein Dank gilt allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen, den Organisatoren sowie den Referenten und Referentinnen für die Mitwirkung an dieser gelungenen Veranstaltung.

 

 

 

Letzte Aktualisierung: 24.05.2005
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